Kalkutta Schwarzweiss
Kalkutta Schwarzweiss

Kalkutta Schwarzweiss
Völkerkundemuseum
Pelikanstrasse 40
CH-8001 Zürich
Sprechen Bengalinnen und Bengalen von Kalkutta, tun sie’s mit leuchtenden Augen; für sie ist die Stadt unangefochtene Kulturhauptstadt Indiens. Im Westen allerdings hatte Kalkutta den Ruf eines schwarzen Lochs, einer Kloake; für Autoren des 20. Jahrhunderts war die Metropole – so der amerikanische Historiker Jeffrey N. Dupée – eine «exemplarische urbane Horrorstory». Zwischen Fremdklischee und Selbstwahrnehmung klafft eine Lücke, welche der Fotograf Samuel Schütz und der Klangdokumentarist Thomas Kaiser bei zahlreichen und ausgedehnten Aufenthalten in Kalkutta ausloteten. Langsam, Schritt für Schritt, fotografierte Schütz mit einer Lochkamera Strassenzüge, Verkehrsknoten und Werkstätten; Kaiser befragte Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt nach ihren nächtlichen Träumen und nach ihren Lebensgeschichten. Darüber hinaus nahm er die Klänge der Stadt auf: Strassenmusiker, fliegende Händler, religiöse Feiern, Strassenverkehr und das Krakeelen der allgegenwärtigen Krähen.
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